Evangelische Kirche verurteilt Olaf Latzel
"Wie aus den Medien und der St. Martini Gemeinde Bremen zu erfahren war, wurde Olaf Latzel, der Pastor der Gemeinde, vom Kirchenausschuss der "Bremischen Evangelischen Kirche" (Teil der EKD) bestraft. Das Kirchengericht verurteilte Latzel am 9. Mai 2025 ohne Einbeziehung der Gemeinde zu einer Kürzung der Bezüge über einen Zeitraum von vier Jahren. Der Gemeindevorstand von St. Martini hielt sich die Einleitung rechtlicher Schritte vor. Olaf Latzel selbst verzichtete auf eine Klage.
Auszug aus der Stellungnahme:
"Liebe St. Martini Gemeinde, Pastor Latzel hat sich an die ihm auferlegten Amtspflichten immer gehalten und diese in keiner Weise verletzt. Er führt das Amt hier an St. Martini im Gehorsam gegenüber dem dreieinigen Gott, er bekennt sich in Wort und Tat ohne Einschränkungen zur Wahrheit der Heiligen Schrift. Nicht im Kleinsten ist ihm eine Amtspflichtverletzung vorzuwerfen. Pastor Latzel ist seinem Ordinationsversprechen treu geblieben.
Wenn diejenigen in der BEK, die die Heilige Schrift und Gottes Gebote relativieren und dem gerade herrschenden Zeitgeist anpassen, unserem Pastor eine Amtspflichtverletzung gemäß § 3 Abs. 2 DG. EKD vorwerfen, dann kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass in Fragen des Glaubens und der Lehre etwas völlig aus dem Ruder gelaufen sein muss. Deutlicher hätte nicht zutage treten können, dass die Aufrechterhaltung einer geistlichen Gemeinschaft mit weiten Teilen dieser BEK nicht mehr möglich ist.
Wir als St. Martini Gemeinde bekennen uns in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen wurde. Wir widersetzen uns jeglicher Irrlehre, die behauptet, die biblische Wahrheit dem gerade herrschenden Zeitgeist anpassen zu müssen.
Wir bekennen die biblische Wahrheit mit 1. Mose 1,27: "Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau". Wir widersetzen uns jeglicher Bestrebungen in Kirche und Gesellschaft, die zu einer Auflösung dieser guten Schöpfungsordnung Gottes führen durch Akzeptanz unwissenschaftlicher Behauptungen, als gäbe es eine Vielzahl von Geschlechtern, wie es die Genderideologien propagieren.
Nein, es geht dem Kirchenausschuss nicht um Hassrede, nicht um Diffamierung. Wenn es die "Richtigen" trifft, kann der Kirchenausschuss damit gut leben, wie das Beispiel des Pastors der Friedensgemeinde überdeutlich zeigt. Es geht darum, dass Pastor Latzel bestraft wird, weil er in aller Öffentlichkeit an der Bibel in allen Teilen als einzige Wahrheit festhält und sich damit dem gerade herrschenden Zeitgeist entgegenstellt. Bibeltreue Aussagen zu sexualethischen Fragen in der Öffentlichkeit sollen von einem Pastor im Raum der BEK nicht mehr vertreten werden dürfen."
(Ende Zitat der Stellungnahme)
Die Führung der Evangelischen Kirche Deutschland stellt sich mit dieser Entscheidung klar gegen ihre eigenen Grundsätze und das Ordinationsgelübde für Pfarrer. In der von der EKD 1996 herausgegeben Leitlinie "Mit Spannungen leben" heißt es u. a.: "Die Institutionen Ehe und Familie kommen nur für heterosexuell ausgerichtete Menschen in Betracht ... Für Menschen, die eindeutig und unveränderbar homosexuell geprägt sind, sagt das zunächst, dass Ehe und Familie nicht die Leitbilder sind, an denen sie sich persönlich ausrichten können."
Quelle: https://www.st-martini.net/
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