|
In den 1930er Jahren befahl der sowjetische Diktator Stalin massive Säuberungen von Teilen der Bevölkerung, um alle zu eliminieren, die er als Bedrohung für seine Herrschaft ansah. Christen (mit ihren Bibeln) gehörten zu den besonders zur Eliminierung vorgesehenen Gruppen. Einige Historiker schätzen, dass über eine Million Christen bei den Säuberungen Stalins starben.
Viele Jahre später, als die sowjetische Christenverfolgung stark nachgelassen hatte, durfte ein christliches Missionarsteam Stawropol besuchen, um Kontakt zu allen dort lebenden Christen aufzunehmen. Die Bibeln, die sie aus Moskau zur Verteilung in Stawropol bestellt hatten, waren jedoch nicht angekommen. Ein ortsansässiger Russe, der die Geschichte der Stawropol-Säuberungen kannte, erwähnte, dass das Lagerhaus, in dem die beschlagnahmten Bibeln gelagert worden waren, noch existierte. Ein Mitglied des Missionarsteams ging zum Lagerhaus, um zu sehen, ob die Bibeln noch da waren. Die Lagerbeamten versicherten ihm, dass sie dort tatsächlich noch gelagert seien. Auch ein Antrag, die Bibeln zu entfernen und an die Bevölkerung von Stawropol zu verteilen, erhielt offizielle Zustimmung.
Am nächsten Tag kehrte das Missionsteam mit einem Lastwagen und mehreren russischen Männern zurück, die angeheuert worden waren, um beim Verladen der Bibeln zu helfen. Einer von ihnen, ein junger Student, war besonders feindselig und arrogant, ein selbsternannter Agnostiker. Es war offensichtlich, dass er nur gekommen war, um einen Tageslohn zu verdienen.
_______________________________
"Stalin kommt noch einmal zu sich und deutet mit der Hand auf ein Bild an der Wand, auf dem ein kleines Mädchen abgebildet ist, das ein Lamm füttert … Dann verliert er die Kontrolle über seinen Körper. Plötzlich öffnet er noch einmal die Augen. ,Es war ein furchtbarer Blick, halb wahnsinnig, halb drohend, voll Entsetzen vor dem Tod. Er hob die linke Hand und wies mit ihr nach oben. Die Geste war unverständlich, aber drohend', erinnert sich seine Tochter." *
Drohend - vielleicht auch warnend? Hat ein sterbender Mann beim Eingang in die Ewigkeit vielleicht schon mehr gesehen? Wir wissen es nicht. Aber die Tatsache, dass auch wir eines Tages vor Gott stehen werden, sollte uns zu denken geben.
_______________________________
|